Wie wird man Designer?

Ich wusste lange Zeit nicht, wohin es mich zieht. Ich hatte mich seit der Jugend bereits vor allem für künstlicherische Tätigkeiten und Berufe interessiert – Musicaldarstellerin, Modedesignerin, Sängerin, Fernsehproduzentin… aber gerade Modedesign und Musicalausbildungen sind kostspielig und ich verspürte eine große Hemmschwelle. 

Wenn du dich mit Human Design beschäftigst: Ich bin Manifestierender Generator 2/4 und interessiere mich sehr viele Dinge gleichzeitig! Und ich liebe es, mich nicht beschränken zu müssen und diese Vielseitigkeit auszuleben. Das war mir damals aber noch nicht bewusst.

Ich habe weder eine Ausbildung in Grafikdesign, noch habe ich Design studiert. Ich habe Medienwissenschaften studiert und hatte dabei quasi 0% Praxiserfahrung. Wir hatten zwar ein paar Praxismodule, aber auch die waren sehr theoretisch und hatten wenig zu tun mit der Realität in der Arbeitswelt. 

Designerin wurde ich erst mit meiner Selbstständigkeit. Nach meinen Jahren in Agentur und öffentlichem Dienst (mehr dazu kannst du hier nachlesen) tobte ich mich erst so richtig im Design aus. Von ausführenden Tätigkeiten und Abarbeiten von Aufträgen durfte ich erfahren, dass ich selbst entscheiden kann, wie ich arbeiten will, was ich arbeiten will und mit wem! Keine Horrorkunden mehr, bei denen man sich zusammenreißen muss, „weil sie halt zahlen“. Ich machte mich im Bereich Webdesign selbstständig, da ich bereits meinen eigenen Blog aufgebaut hatte, in der Agentur den Bereich Webdesign ausbauen durfte und ich mich dort total wohl fühlte. Es wurde mein Expertengebiet. Branding kam erst später dazu – im ersten Jahr meiner Vollzeit Selbstständigkeit. Da merkte ich, dass eine Website nie ohne Branding und Markenstrategie funktionieren kann. Da fehlt das Fundament. Ich holte mir andere Branddesigner mit ins Boot aber merkte, dass ich diesen Bereich gern selbst übernehmen wollte – und das tat ich dann. Ich tastete mich einfach ran, probierte aus, kaufte mir ein iPad zum Zeichnen und Logodesign und arbeitete mich ein. Und das war für mich ein wichtiger Schritt, da mich die Kombination aus Branding und Webdesign viel mehr erfüllt als NUR Webdesign und ich so noch viel kreativer arbeiten kann. 

Und so wurde ich Designerin – ohne das wirklich geplant zu haben. 

Es geht also viel mehr darum, was sich aus unserer Arbeit und unseren Erfahrungen entwickelt. Du musst dir keinen Stempel aufdrücken. Du darfst dich weiterentwickeln. Testen. Ausprobieren. 

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