Der Cheatday Trend

Instagram ist voll von Cheatdayfotos: es wird geschlemmt, gesündigt und „gecheatet“. Das Motto lautet an diesem gefeierten Tag: man „darf“ essen was man möchte, und davon so viel wie man will! „Cheat“ bedeutet ganz einfach schummeln oder mogeln, und da liegt meiner Meinung nach auch schon das Problem.

Zur Erklärung: Cheatdays werden besonders von fitnessbegeisterten Sportlern eingelegt, üblicherweise ein mal die Woche, oder seltener. 6 Tage lang wird gesund, und „clean“ gegessen- und am sogenannten Cheatday darf dann all das gegessen werden, was man sich die restliche Woche über verboten hat.

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Ich selbst habe auch lange Zeit am Trend teilgenommen und für den ersehnten Tag groß eingekauft und all das gegessen, was ich wollte. Problem dabei: weder der Magen, noch die Psyche macht das mit. Ich habe für mich daher irgendwann eingesehen, dass ich einen Cheatday à la Instagram zukünftig lieber bleiben lasse.

Cheatdays sorgen auf Dauer für ein gestörtes Essverhalten und das Gefühl, dass es gute und schlechte Lebensmittel gibt. Die schlechten verbietet man sich lieber, um sich dann an einem Tag damit voll zu essen? Kann das gesund sein? Ich rede hier nicht von einem genüsslichen Brunch, einer leckeren Pizza und einem Fernsehabend mit Chips und ähnlichem. Der Cheatday wird in den sozialen Netzwerken wie eine Orgie gefeiert- und das schauen sich immer mehr junge Menschen ab.

Was ich euch hiermit sagen möchte: verliert niemals den Bezug zu einer ausgewogenen, gesunden Ernährung. Ihr müsst nicht 6 Tage lang auf Diät leben, euch Lebensmittel verbieten. Es gibt einen gesunden Mittelweg, der auf Dauer nicht nur für euren Körper besser ist, sondern auch glücklicher macht als Verzicht. Abnehmen kann man ohne extreme Verbote.

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Auch ich esse Schokolade, wenn ich darauf Lust habe oder ein Stück Kuchen mit meiner Familie. Auch für mich gibt es Tage, an denen ich ausschließlich gesund esse, und Tage, an denen ich mal gar nicht darauf achte, ob mein Essen gesund oder ungesund ist. Aber Fakt ist: erst, wenn man sich Dinge verbietet, werden sie so verlockend, so dass ihr an nichts anderes denken könnt, als an eure Diät und den Cheatday. Sich diese Dinge zu gönnen, hat nichts mit schummeln oder mogeln zu tun, sondern mit Genießen.

Ich selbst weiß, dass es schwer ist, aus dem „Diät-Denken“ raus zu kommen. Ich selbst habe Phasen, in denen ich schon auf vieles verzichtet habe und sich meine Gedanken permanent um meine Kilokalorien gedreht haben. Und deshalb weiß ich auch, dass man dieses Denken nicht einfach ablegen kann. Aber man kann versuchen, sich bewusst zu machen: wir sollten lieber einen ausgeglichenen Lebensstil finden, mit dem wir auf Dauer glücklich sind. Denn wer möchte sich ein Leben lang etwas verbieten?

 

xoxo Mona

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